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Milena Blogeintrag All Blacks
Neuseeland

Milena an der Westlake Girls High School

„How lucky I am to have something that makes saying goodybe so hard.“

Kia ora, mein Name ist Milena und ich bin 17 Jahre alt. Ich war von Ende Januar bis Ende September 2023 in Auckland, Neuseeland. Dort habe ich die Westlake Girls High School besucht. Ich möchte ein wenig über mein Auslandsjahr erzählen, also schau doch gerne rein!

Gemeinsam mit den anderen Doit Schülern bin ich am 25. Januar von Frankfurt über Singapur nach Auckland geflogen. Am 27. Januar sind wir dann angekommen und haben bis zum 29. Januar morgens die Orientation gehabt. Bei uns ist sie leider ein wenig verregnet gewesen, war aber trotzdem schön. Ich wurde dann von meiner Gastmutter und meinem kleinen Gastbruder abgeholt.

Dort angekommen habe ich den anderen Teil meiner Gastfamilie kennengelernt. Meine Gastfamilie bestand aus meinem Gastvater, meiner Gastmutter und meinen drei jüngeren Gastbrüdern. Direkt am ersten Tag haben sie versucht mir zu helfen, dass ich mich so schnell wie möglich einlebe in die Familie. Generell habe ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt und wurde wie jedes Familienmitglied gleichbehandelt. Für mich war es total neu, drei Brüder zu haben, aber es war schön. Sonntags ist meine Gastfamilie in die Kirche gegangen und manchmal habe ich sie begleitet. Sonst kamen manchmal Freunde zum Essen vorbei, was ich cool fand. Bei uns hatten alle im Haushalt Aufgaben zu erledigen, die in einem Plan in der Küche hingen. Das hat vieles einfacher gemacht und wenig ein bisschen Struktur in das Familienleben gebracht.

Mit meinem Gastvater habe ich Sport zusammengeschaut oder wir haben unsere Kochkünste getestet. Mit meiner Gastmutter habe ich abends immer TV geschaut oder wir haben uns gemeinsam im Wohnzimmer unterhalten. Mit meinen Gastbrüdern habe ich eher Filme geschaut oder Lego gebaut oder einfach nur Zeit zusammen verbracht, wie auch immer das aussah.

Meine Schule war ja, wie schon erwähnt, eine Mädchenschule. Es war definitiv eine andere Experience, aber es war trotzdem toll. Ich fand den Schoolspirit total schön. Wir hatten ein Haussystem mit fünf verschiedenen Häusern, welche Maori Namen tragen, mit Bedeutungen für die Region der Schule. Das ganze Jahr über gab es ein Hauswettbewerb. Im Laufe des Jahres konnte man Punkte sammeln zum Beispiel bei Sportevents oder am Pink Shirt Day. Am Ende des Jahres gibt es dann einen Sieger, der einen Pokal bekommt. 

Die große Fächerauswahl fand ich supi. Das Niveau ist natürlich nicht so anspruchsvoll wie an deutschen Schulen, aber das ist ja auch gut für uns Austauschschüler. Meine Lehrer waren wirklich super nett und ich habe nie so viel Spaß im Unterricht gehabt. Das Verhältnis war wirklich viel entspannter.

Was mir noch an der Schule gefallen hat waren die Führungsrollen des Abschlussjahrgangs. Die sogenannten Prefects haben Verantwortung übernommen und die Tuakanas, große Schwestern, haben sich um die jüngsten, neuen Schülerinnen gekümmert. Regelmäßig im Term hatten wir Assemblies vor dem Unterricht. Wenn man keine Assemblies hatte, gab es die sogenannte Form Time. Das waren 20 Minuten mit so etwas wie deiner Klasse und deinem Klassenlehrer zum quatschen und wichtige Informationen bekommen. Diese Klasse war danach im Schultag nicht mehr relevant durch die Kurse. 

Deswegen würde ich sagen, es war eine andere Erfahrung, mal auf einer Mädchenschule zu sein. Ich bin sehr froh, auf der Westlake Girls gewesen zu sein.

Mit den internationalen Schülern haben wir auch gemeinsame Events gehabt mit der Jungsschule, Westlake Boys High School. Da hat man sich untereinander kennengelernt. Es wurden gemeinsam Spiele gespielt, Challenges gemeistert und natürlich lecker gegessen.

Das International Departement war bei Fragen immer für einen da und man konnte sich auf sie verlassen.

 

Zum Thema Sport habe ich nicht so viel zu sagen. Dort habe ich mich erst sehr spät entschieden, einen Sport zu machen. Ich bin letztendlich für ein paar Wochen in einem social Netballteam. Wir hatten samstags morgens Spiele gegen andere social Netballteams bei denen es nur um den Spaß ging. Netball ist wirklich eine so tolle Sportart und ich vermisse dieses Teamgefühl. Trainiert haben wir in der Mittagspause und trainiert wurden wir von Spielerinnen der kompetitiven Teams. Es war aber ohne Druck und wirklich nur spaßig, aber gerade das fand ich gut, um den Sport kennenzulernen.

Der Sport läuft viel über die Schulen und das Angebot ist teils sehr groß. Ich bereue es, nicht noch mehr gemacht zu haben.

Ein paar Mal hatte ich mit den anderen Internationals zusammen nachmittags Sport gemacht, wobei das eher lustige Spiele waren.

 

Clubs wurden meistens in der Mittagspause angeboten oder manche nach der Schule wie den Homework Club für internationale Schüler. Ich bin dort gerne zum reden hingegangen. Es gab sehr verschieden Clubs, da war eigentlich etwas für jeden dabei, wenn man denn wollte.

 

Freunde findet man wirklich am besten durch Offenheit. Man muss eher auf die Kiwis zugehen als das sie auf einen zugehen. Bei mir ging das sehr schnell und sie waren super freundlich. Ich habe gemerkt am Ende, ich hätte sogar auf noch mehr Mädchen zugehen können, denn viele waren soo viel netter zu einem als man dachte. Durch Sport lässt sich viel einfacher eine Freundschaft bilden, da man mit anderen zusammen in einer Mannschaft etwas tut, was alle dort wahrscheinlich gerne tun und es zudem keine Lehrer gibt die einen an den Unterricht erinnern. Ich habe auch so neue Freunde kennengelernt bei Ausflügen oder durch andere Freunde von mir.  

Ich hatte viel Glück mit meinen Freunden und ich vermisse sie. Es war wirklich cool, neue Menschen am Ende der Welt kennenzulernen.

 

Glücklicherweise, konnte ich viele Ausflüge und Reisen machen. So habe ich eine Südinsel Tour gemacht in den Osterferien, das war die vielleicht beste Reise in meinem Leben bis jetzt. Ich war die beiden Großeltern meiner Gasteltern besuchen und habe so noch einmal mehr vom Land gesehen. Einen Tag war ich auch in Hamilton Gardens und Hobbiton gewesen.

Mit meiner Gastfamilie war ich auch bei einem Rugbyspiel der Auckland Blues, zwei FIFA WWC Spielen und bei einem All Blacks Spiel.

Ich konnte auch ein paar Maori Erlebnisse sammeln beim Te Matatini Festival in Auckland. Die Rugbyspiele meines Gastbruders oder die der ersten Mannschaft, die Kulturabende und Veranstaltungen waren immer schön, um die neuseeländische Kultur mehr und mehr zu verstehen.

 

Neuseeland ist eben ein spezielles Land und es ist eine wunderbare Erfahrung, dort gelebt zu haben. Besonders Auckland ist so multikulturell, aber schließlich sind doch alle irgendwie als Kiwis vereint. Die Menschen waren viel entspannter, freundlicher und gelassener, was mir wirklich manchmal hier bei uns in Deutschland fehlt. Deswegen ist es ja gerade so anders in Neuseeland und eine tolle Möglichkeit, etwas ganz neues zu sehen.

 

In meiner Freizeit bin ich gerne in Malls gegangen, war am Strand, habe Ausflüge und Wanderungen mit meiner Familie gemacht, mich mit Freunden getroffen oder mich Zuhause entspannt.

 

Zum Abschluss noch einmal meine Highlights. Ich habe auf der Südinseltour so viele Sachen getraut, wie mit freilebenden Delfinen schwimmen oder Bunge Jumping. Das sind soooo tolle Erinnerungen und ich bin froh, ich das getraut zu haben. An den Tagen vor dem All Blacks Spiel haben eine Freundin und ich die All Blacks Spieler bei zwei Meet und Greets getroffen. Die waren alle soo lieb und ich konnte mich mit ihnen unterhalten. Definitiv eines meiner Lieblingsmomente, Stars mal so kennenzulernen. Das Spiel alleine gegen Südafrika war schon ein Highlight für sich. Mein Geburstagsessen beim SkyTower war auch eine tolle Erfahrung als Abschluss mit meiner Gastfamilie.

 

In den Frühlingsferien nach Term 3 habe ich dann meinen Geburtstag mit meinen Freunden nachgefeiert und mich von ihnen verabschiedet. Am 28. September musste ich mich von meiner Gastfamilie am Flughafen verabschieden. Alle Verabschiedungen waren dann schon trauriger als ich gedacht habe und mir fiel es schwer zu gehen. Ich bin dann wieder von Auckland über Singapur nach Frankfurt geflogen. Dort habe ich meine Familie wieder gesehen.

Rückblickend kann ich sagen, dass der Abschied schwer war, weil ich erst einmal nicht so schnell nach Neuseeland kommen werde. Es stimmt definitiv, dass der Abschied von Neuseeland schwerer war als der von Deutschland. Ein Teil von mir bleibt vielleicht ja wirklich in Neuseeland.

„How lucky I am to have something that makes saying goodybe so hard.“ – Winnie Pooh

 

Ich kann jedem wirklich empfehlen, das Abenteuer Auslandsjahr auszuprobieren. Es ist wirklich die schönste Zeit und man sammelt so viele Erfahrungen. Es war definitiv eine gute Entscheidung mit Doit mein Auslandsjahr zu machen. Ich würde immer wieder mein Auslandsjahr machen. 

Und denkt immer daran die Zeit zu genießen, denn sie vergeht soso schnell!

 

Bis hoffentlich bald Aotearoa und tena koe!

 

Milena

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