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Blogeintrag Milena International Event v2
Neuseeland

Mädchenschule - Erfahrungsbericht von Milena

Man kann sich besser auf den Unterricht konzentrieren

Warum sollte ich an eine Mädchen-/ Jungenschule gehen?

So viele Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern haben ein negatives Bild von geschlechtergetrennten Schulen. Die einen sagen, es würde die Jugendlichen nicht aufs richtige Arbeitsleben später einmal vorbereiten, oder es würde die Genderstereotype nur weiter fördern und der Kontakt zu Jungs sei ja quasi unmöglich. All diese Argumente mögen vielleicht stimmen, aber ich möchte euch einmal die Vorteile vorstellen und versuchen dir zu sagen, warum eine Mädchenschule etwas für dich sein könnte. Wenn du noch unentschlossen bist oder du dir gar nicht vorstellen kannst, während deines Auslandsjahres auf eine Mädchen- bzw. Jungenschule zu gehen, dann lies doch gerne diesen Blogeitrag! Oder schau einfach mal so herein! 😊

Okay, wo soll ich am besten anfangen?

Für mich persönlich war es am Anfang egal, auf welche Schule ich in Neuseeland gehen werde, geschlechtergetrennt oder nicht - hauptsache in Auckland. Es macht nämlich erstmal keinen großen Unterschied, auf welche Schule man geht, sie muss einem nur gefallen. Ich persönlich hatte mich für die Westlake Girls High School entschieden.

Man kennt ja die allgemeinen Gründe, warum geschlechtergetrennte Schulen besser sein können. Die Schülerinnen und Schüler trauen sich mehr im Unterricht mitzuarbeiten, die Lehrer können die Lernmethoden anpassen, die Aufmerksamkeit ist durch eine reduzierte Ablenkung größer und das Selbstvertrauen und die Selbstachtung sind durch das Klassenklima besser…

Aber hier möchte ich euch vielleicht auf persönlicherer Ebene abholen und auch spezieller auf relevante Dinge für Austauschschülerinnen und Austauschschüler eingehen.

Hier sind erst einmal die Meinungen von Kiwis selber über Mädchen- und Jungen-Schulen:

Erstens, ist es einfacher Freunde zu finden. Außerdem gibt es einen besser angepassten Unterricht, da es nur ein Geschlecht ist. Man kann sich besser auf den Unterricht konzentrieren und denkt nicht an Beziehungen oder, ob man eine Beziehung finden möchte in der Schule. Teilweise wurde aber auch entschieden, welche Uniform am besten gefällt.

Nun möchte ich aber gerne ein Paar meiner persönlichen Gründe aufführen:

Ich finde es gibt genug Möglichkeiten sich mit Jungen beziehungsweise Mädchen zu treffen, wenn man es nicht anders aushält. 😉 Außerdem mag ich die Idee, dass wir Schülerinnen und Schüler völlig vertraut mit allem umgehen können. Das heißt zum Beispiel konnten wir in Biologie offen über sonst eher verschlossene Themen wie die Menstruation oder die Pille reden. Mit Jungs in diesem Kurs wäre das ehrlicherweise nie so gut gegangen. Die Lehrer konnten besser auf unsere Bedürfnisse eingehen. Es gibt eben Unterschiede in der Art und Weise wie wir lernen und hier ist es möglich, dass wir besser und effektiver lernen konnten. Mir ist es auch leichter gefallen, mich auf den Unterricht zu konzentrieren und nicht immer Jungen um mich herum zu haben. Ich würde sogar behaupten, dass ich mich wohler gefühlt habe als in meiner Schule in Deutschland. Natürlich gibt es Streits und Zickenkriege unter Mädchen, aber das gibt es eh überall. Es ist einfach eine andere Art, aber das soll einen nicht abschrecken. Die Jungen dann vor und nach der Schule zu sehen war auch toll und ausreichend. Gerade bei Geschwisterschulen wie den Lake Schulen ist es richtig cool, dass die Senior-Uniformen matchen. Plus, bei gemeinsamen „International Events“ wird auch der Kontakt hergestellt. Es ist dann ein besonderer Tag, wenn man sich mit den anderen internationalen Austauschschülern trifft und gemeinsam einen Nachmittag verbringt. Bei gemeinsamen Veranstaltungen der Schulen sieht man sich auch und kann zusammenarbeiten. Gemeinsame Sportteams gibt es zudem auch. Mir haben die Rugby-Spiele meines Gastbruders oder der ersten Mannschaft gefallen und der Support war da. Genauso werden die Jungen die Mädchen anfeuern. Hier gab’s genauso Couples untereinander, nur eben nach der Schulzeit. Das ist also auch kein Problem, nach der Schule sein Privatleben normal zu führen.

Eines meiner Highlights was diese Beziehung untereinander beschreibt ist, als Mädchen ihre Badges von den Blazern angefangen haben mit den Jungs zu tauschen und andersherum.

Nochmal zum Abschluss ist es wichtig zu wissen, dass geschlechtergetrennte Schulen in Neuseeland eine lange Tradition haben. Entscheidet man sich also auf eine Mädchen -oder Jungenschule zu gehen, kommt man noch einmal mehr auf die geschichtlichen Spuren des Landes.

Es war eine ganz andere Erfahrung, wenn man nur mit Mädchen in einer Schule ist und für mich war es eine tolle Zeit. Man hat nur während der Schulzeit ein anderes Erlebnis. Danach kann man ganz normal ein Leben führen, wie andere Austauschschüler, da merkt man keinen Unterschied. Ich war zum Beispiel genauso in Down Town unterwegs, in Malls shoppen und am Strand wie Mädchen auf anderen Schulen auch. Für mich war es eine tolle Erfahrung und es war eine tolle Mischung aus komplett anderer Schulalltag und dem normalen Kiwi- Alltag.

Egal, wer man ist, Mädchen- und Jungenschulen können für jeden etwas sein. Am Ende musst du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlen. Ich kann es nur empfehlen es auszuprobieren und zu schauen, ob es einem gefällt oder nicht… Auch wenn ich euch natürlich von einer Mädchenschule überzeugen möchte, muss man, finde ich, verschiedene Aspekte beachten. Natürlich muss einem die Schule gefallen. In Gastländern, wie Neuseeland,   muss einem natürlich auch die Schuluniform gefallen. Die Lage der Schule spielt auch eine Rolle. Aber vom Prinzip her sind Mädchen- und Jungenschulen wirklich toll und es ist eine tolle Erfahrung im Vergleich zu Deutschland. Mir hat es wie schon gesagt meistens echt suuuper gefallen und vermissen tu ich es auch! ☹

Puuh, war das jetzt lange, aber hoffentlich konnte dir das helfen!

Milena hihi  

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